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Mana Loa 01: Familienbande – Astrid Rose

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Posted by Christina | Posted in 1Stern, Rezension | Posted on 08-02-2016

Nina Lorenz ist durch eine Gewalttat geprägt. Mehr noch ist sie aber mit einer Gabe gesegnet: Durch die

Quelle: manaloaromane.blogspot.de

Berührung eines Fremden werden ihr in Visionen Aufgaben auferlegt, um dessen Leben zu ändern, zu schützen oder zu retten.
Tom McAllisters jedoch verwirrt nicht nur ihren Geist, sondern auch ihr Herz.Und, um das Rätsel um seine Familie zu lösen, muss sie ihm nach Hawaii folgen. An seiner Seite betritt sie eine Welt voller Liebe, Macht und Geld und schon bald erkennt sie, dass sie das Schicksal der gesamten Familie McAllister in die richtigen Bahnen zu lenken hat.
Wird es Nina gelingen das Schicksal von Tom und seiner Ohana zu berichtigen?
Welche Zukunft halten die Familiengötter der Noelanis für sie bereit?
Und was hat es mit dem Mana Loa auf sich, von dem Ben McAllister ihr erzählt hat?
(Quelle: Klappentext)

Ich mag dieses Buch nicht. Nein, das stimmt so nicht ganz. Ich hasse dieses Buch. Abgrundtief. Und deshalb wird diese Rezension viele, viele Spoiler enthalten. Entscheidet also gut, ob ihr weiterlesen möchtet!

Nina ist eine blöde, naive Zippe, die sich selten wie 26 benimmt, sondern meist wie 16. Sie hängt sich an Sachen auf, die einfach nur lächerlich sind und sie ist Jahre später noch sauer und verbittert. Mädel, etwas mehr Arsch inne Hose, bitte!

Also, das war so: Als Nina 16 war, wurde sie schwanger (zu blöde zum Verhüten?!) und ihr damaliger Freund hat sie unter Einfluss von Drogen geschlagen, getreten und fast vergewaltigt. Dabei hat Nina das Baby verloren und musste mehrere Unterleibsoperationen über sich ergehen lassen. Sie kann seither keine Kinder mehr bekommen. Besagter Exfreund, Markus, ist ein großes Arschloch. Er wurde strafrechtlich verfolgt. Dass Nina aufgrund dieses Vorfalls ein paar „Probleme“ hat, glaube ich gern. Die hätte wohl jeder von uns. Oh, wie ich diesen Kerl hassen würde.
Während des Krankenhausaufenthalts lernt sie Daniel kennen. Irgendwann wagt Daniel es und küsst sie. Sie reagiert mit einer Backpfeife. Als sie ihm am nächsten Tag sagen will, dass aus ihnen niemals ein Paar wird, ist er aber schon verschwunden. Und sie tief enttäuscht, weil er sie nur ausgenutzt und betrogen hat. Aber sie wollte ihm doch sagen, dass es nix wird. Und wegen Daniel hat sie auch noch acht Jahre später einen großen Hass auf Männer. Weil er sie geküsst und dann gegangen ist? Da regt man sich maximal vier Wochen drüber auf und dann muss es aber auch mal gut sein.

Ok, genug aufgeregt, weiter geht’s.

Die McAllisters sind unverschämt reich. Tom fährt mit Nina mal eben nach Berlin zum Shoppen. Mal eben. Nach Berlin. Das sind von Bremen aus gute 400 Kilometer. Ja, die fahre ich auch immer für nen Shoppingnachmittag. Wir fliegen außerdem mal eben mit dem „Goldstück“ von Bremen nach Hawaii. Der Privatjet gehört Onkel Charles, der auch noch 32 andere Flugzeuge hat. Sunny kauft sich Oberteile mit echten Diamanten und trägt sie nie. Nie. DIAMANTEN! Diese ganze Familie strahlt das Geld aus. Und zwar auf arrogante, verschwenderische Weise. Der eine hat besagte 33 Flugzeuge, der andere hat ein Cabrio in Sonderanfertigung. Tom kauft für Nina, die er gar nicht kennt, ein Kleid für 500 Euro. Und die sauteuren Schuhe gleich dazu. Er kennt sie nicht. Zehn Minuten, und er gibt knapp 1.000 € für sie aus. Ich bin ja auch manchmal eine typische Frau. Ich freue mich auch, wenn ich Geschenke bekomme. Aber ich würde keinen Diamantschmuck von jemanden annehmen, mit dem ich nur befreundet bin und auch das erst seit wenigen Wochen. Für meinen Geschmack wird hier zu viel mit Geld um sich geworfen. Das ist alles total unrealistisch. Wirklich.

Nächster Punkt.

Bäumchen, wechsle dich. Ich habe noch nie einen solchen Partnertausch erlebt wie in diesem Buch. Von den Paaren, die es zu Beginn des Buches gibt (sechs Paare), sind am Ende nur noch zwei in dieser Konstellation zusammen. Aber alle Teile der sechs Paare sind am Ende in anderen Paaren untergebracht. Jeder darf mit jedem! Von diversem Inzest, der betrieben wird, fange ich lieber gar nicht erst an. Jeder ist mit jedem verwandt. Irgendwie. Es gibt Stammbäume auf der Seite der Autorin. Ob das alles so legal ist, ich weiß ja nicht.

Die Figuren in dieser Geschichte sind ganz unterschiedlicher Herkunft und auch ganz unterschiedlich aufgewachsen. Aber trotzdem sind sie alle gleich. Wenn keine Namen genannt wären, könnte man Caroline, Leanne und Christine auch für eine Person halten. Ihre Charaktere sind alle gleich. Und die gesamte Familie schreit sich ständig an, obwohl eigentlich nichts Schlimmes gesagt wurde. Klar, gibt es mal Diskussionsbedarf, aber können sich acht Erwachsene nicht mal in Ruhe unterhalten?

Und das aller-allerschlimmste:

Jeder Satz, in dem kein Kommafehler war, löste bei mir ein Jubilieren aus. Ich habe wirklich noch nie so viele falsche Kommata gesehen. Noch nie. In 2013 hat die Autorin scheinbar gesagt, das Buch überarbeiten zu wollen. Bis jetzt (2016) ist noch nichts geschehen.

Ich habe selten ein so dermaßen schlechtes Buch in Händen gehalten. Es wurde von Seite zu Seite schlimmer. Und dabei ist das Cover wirklich schön. Und die Idee eigentlich auch. Aber Frau Rose hat es leider voll verkackt.

Das Geld für das E-Book kann man sich getrost sparen, denn man bekommt einen Text vorgelegt, der keinerlei Korrektur oder Lektorat erhalten hat, der inhaltlich hanebüchen ist, wie es schlimmer nicht geht. Es sind zu viele Leute, zu viele Handlungen und zu viele Genres durcheinander gemischt.

PS: Sind euch die vielen Fehler im Klappentext aufgefallen? Mein Word findet dort einige in der Rechtschreibprüfung. F7 kann wohl jeder Mal drücken.

bewertung-1

Und dieses eine Schaf gibt es auch nur für’s Cover …

Comments (8)

Meine Liebe, du bist herrlich! Auf dein Urteil kann man sich verlassen! Vielen Dank für die ehrliche Rezension. Wir haben da wohl sehr ähnliche Ansprüche an ein Buch. Dieses Buch werde ich definitiv nicht lesen.
lg, Anja

Das kuriose ist, dass mich der zweite Band grundsätzlich interessiert, ich aber enorme Angst um das „drumherum“ habe, verstehst du, was ich meine?

Hey!
Ich hab das Buch als rezi Exemplar zur Verfügung gestellt bekommen, und es im Oktober begonnen, mich aber nicht überwinden können weiter zu lesen. Alles was du kritisiert hast kann ich bestätigen und stimme dir zu (bis auf die Pärchen, soweit bin ich nicht) . Ich finde es ätzend, wenn Paare in Büchern irre schnell zusammen kommen und noch abscheulicher finde ich den Kosenamen „Engel“… Ich weiß nicht ob ich das Buch weiterlesen soll, oder die Rezension jetzt lieber schreiben soll, denn theoretisch interessiert es mich wie es ausgeht, aber ich kann einfach nicht wirklich die Motivation finden weiter zu lesen…
Ich finde deine ehrliche Rezi echt gut! 🙂
Ganz liebe Grüße,
Rachel

Oh ja, den Engel fand ich auch ganz schrecklich. Fast so wie die innere Göttin in „Shades of Gay“

Ich liebe es ja, wenn sich Blogger über Bücher so richtig auslassen. Da kommen meistens die besten Sachen bei rum.:D Bei mir war es damals „Gegen das Sommerlicht“. Ekelhaft.
Und das mit dem Inzest… Ich hab das Gefühl, immer mehr Autoren mögen es, wenn der Stammbaum ihrer Charaktere ein Kreis ist. xD

beste Grüße,
Annabel

Ich finde ja „schlechte Rezis“, also die mit schlechten Bewertungen auch immer am spannendsten. Fünf Sterne sind so „yay, war geil, habsch voll geliebt, woohooo“-nichtssagend.

In welchen Büchern gibt es denn noch Kreise?

Herrlich! Ich kann ja jetzt nicht sagen: „Ich will ein Kind von Dir“, aber „Bewerte ein Buch von mir“ geht. Oder?

Immer noch schmunzelnde Grüße
Jo

Eventuell könnten wir über die Sache mit dem Kind sprechen, wenn du mir Basisdaten gibst 😀

Spaß, welche Bücher hast du denn geschrieben?

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