Türkisgrüner Winter (2) – Carina BARTSCH

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 08-02-2013

Quelle: mein Handy

Geschichten muss man nicht nur lesen, man muss sie spüren.
Gutaussehend, charmant und mit einer Prise Arroganz raubt er Emely den letzten Nerv: Elyas, der Mann mit den türkisgrünen Augen. Besonders zu Halloween spukt er in ihrem Kopf herum. Doch was bezweckt er eigentlich mit seinen Avancen? Und wieso verhält er sich nach dem ersten langen Kuss  mit einem Mal so abweisend? Nur gut, dass Emelys anonymer E-Mail-Freund Luca zu ihr hält. Das noch ausstehende Treffen mit Luca sorgt für ein mulmiges Gefühl- Dann verstummt auch er. Hat Emely alles falsch gemacht?

Das Buch beginnt inhaltlich nahtlos mit Kirschroter Sommer. Und es geht genauso weiter. Ich will zum Inhalt gar nicht viel sagen. Ich will euch ja die Spannung nicht versauen.
Nur so viel: ich habe schon lange nicht mehr so laut gelacht beim Lesen! Es gab soooo viele Stellen, die es wert wären, zitiert zu werden, aber ich kann ja nicht das gesamte Buch abschreiben. Schon auf Seite 16 hatte ich meinen ersten „Oh nein, was tust du? *Haare rauf*“-Moment.
Eine Szene, in der Emely mich echt überrascht hat, war diese hier. Emely und Elyas sind auf einer Halloween-Party und Emely betrinkt sich, da sie Elyas-Liebeskummer hat. Elyas erbarmt sich ihrer und verfrachtet sie in sein Auto. Emely, das kleine schüchterne Ding, fängt mit alkohol-loser Zunge an, sexistische Sprüche zu kloppen.

Ich hob die Schultern, und Elyas widmete sich kopfschüttelnd wieder dem Gurt. Kurz darauf klickte es.
„So“, sagte er und richtete sich auf. „Er ist drin.“
„Bissu sicher?“, fragte ich grinsend. „Ich spür nix.“
[…]
„Glaub mir, Schatz“, flüsterte er. „Den würdest du spüren.“
[…]
„Na supa“, sagte ich. „Jez hasse mich scharf gemachd.“
Huch. Hatte ich das gerade laut gesagt? (S. 60)

Was habe ich gelacht. Nach meinen anfänglichen Frusttränen (zur Erinnerung) bin ich sehr schnell zu Lachtränen gewechselt.
Ich habe den ersten Band schon geliebt, aber der zweite war noch viel besser.
Auch wenn es einen (zumindest für mich) Logikfehler gibt. Emely studiert an einer Universität, dort geht das Wintersemester deutschlandweit vom 01.10 bis 31.3. des Folgesjahres. Emely schreibt aber schon im November ihre Klausuren und hat dann bis zum neuen Jahr Semesterferien. Ich habe meine Klausuren an der Fachhochschule (01.09. – 28./29.02.) immer im Januar/Februar geschrieben, also müsste Emely, die ja zu ihrer Klausurenzeit erst 2 Wochen Vorlesung hatte, die Klausuren theoretisch im Februar/März schreiben. Ansonsten sind mir nur 3 Fehler aufgefallen, ein Tippfehler auf Seite 17 (wo der Heiligenschein bei jede(r) ihrer Bewegungen hin und her wippt), einmal fehlte ein Wort im Satz und ein Fehler ist mir noch aufgefallen, ich kann aber nicht mal mehr sagen, was es war. Naja, und die Aussage, dass es an Silvester um 20:30 Uhr schon dunkel ist, fand ich auch irgendwie überflüssig. Im Winter wird es – zumindest im ländlichen Nordrhein-Westfalen – schon um 15:30 Uhr dunkel, um 20:30 Uhr ist hier immer tiefste Nacht.
Leider habe ich jetzt so überzogene Vorstellungen von der großen Liebe, dass kein Mann je wieder eine Chance haben wird.
Zu der optischen Katastrophe werde ich mich nicht äußern, das habe ich ja Mittwochschon genug getan. Ich kaufe mir noch den ersten Teil in der Verlagsausgabe und dann wird es hoffentlich schön sein.
Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen. Es ist lustig, es ist traurig, ich habe Tränen gelacht und dann mit Emely zusammen geweint. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so viel Spaß an einem Buch hatte und so schnell fertig war (keine zehn Stunden hab ich gebraucht).
Absolut wunderbare und perfekte
5 von 5 Sternen
Vielen Dank an Carina Bartsch, dass sie der Welt zwei so wundervolle Bücher geschenkt hat.

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