Flederzeit (1): Sturz in die Vergangenheit – Runa WINACHT und Maria G. NOEL

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 14-02-2013


Das Leben des Krimiautors Matthias ist seit dem frühen Tod seines Stiefsohnes Elias, an dem er sich schuldig fühlt, zerstört. Ehefrau Lida hat ihn daraufhin verlassen und seinen Rivalen Iven geheiratet. Schreiben kann Matthias auch nicht mehr.
Erst fünf Jahre später rafft er sich auf, sein Trauma aufzuarbeiten – indem er seine Erlebnisse in einen Krimi verpackt.
Als er nach einem vielversprechenden Anfang damit jedoch nicht weiterkommt, entschließt er sich, an den Ort des Geschehens zurückzukehren.
In der Höhle, in der Elias einst erstickt ist, fallen plötzlich Fledermäuse über Matthias her.
Panisch flieht er, stürzt, wird ohnmächtig.
Als er wieder zu sich kommt, liegt er neben einer Leiche. Da taucht Lida auf. Sie hat Elias bei sich, lebendig und wohlbehalten. Doch beide kennen ihn nicht.
Entsetzt muss Matthias feststellen, dass er in seinem eigenen Krimi gelandet ist. Aber auch wieder nicht, denn Lida ist Mila, Elias Ilya – und beide leben im Jahr 1293.
Was zum Teufel ist nur geschehen?

(Quelle: amazon.de)
Dieses Buch ist mein erster Krimi und wenn alle Krimis so sind, habe ich in den letzten 20 Jahren echt was verpasst.
Gleich zu Beginn des Buches hatte ich so Mitleid mit Matthias. Es ist ja schon schlimm genug, dass sein Stiefsohn in seinen Händen stirbt, aber dass seine Frau ihn verlässt, nur um ihren Exfreund, den biologischen Vater von Elias zu heiraten. Fünf Jahre nach dem schrecklichen Unfall sind sowohl Lida als auch Iven glücklich. Nur Matthias leidet noch immer.
Ich konnte mich gut in Matthias hineinversetzen, fand seine Taten auch immer nachvollziehbar. Es ist vielleicht nicht richtig, eine ganze Höhle voller Fledermäuse auszuräuchern, aber in diesem akuten Wutanfall eine durchaus nachvollziehbare Reaktion.
Zu Beginn des Buches ging mir diese Kleinkindsprache ein wenig auf die Nerven, aber das hat sich recht bald gelegt. Entweder habe ich mich daran gewöhnt, oder es ist einfach weniger geworden.
Verständlich ist für mich auch, dass Matthias Iven nicht sympathisch findet. Welcher Mann ist schon bester Kumpel mit dem Exfreund seiner Frau?
Es gibt viele tolle Nebenfiguren, die charakterlich nicht außer Acht gelassen wurden. Jede Figur erzählt ihre eigene Geschichte, aber es wirkt nie überladen. Klar, Matthias, bzw. in der Vergangenheit Mattis, und Mila sind unzweifelhaft die wichtigsten Charaktere, aber trotzdem bekommt hier jeder Nebencharakter seine eigenen Probleme und Wünsche.
Gut gefallen hat mir auch, dass nicht alle Figuren leicht zu lesen waren. Ist diese Figur wirklich eine der Guten? Gehört diese Figur eindeutig zu den Bösen? Auch zum Ende des Buches hin waren diese Fragen noch nicht immer geklärt.
Ganz zum Schluss bekommen wir noch einen kurzen Einblick in den zweiten Teil, auf den ich mich schon jetzt freue.
4 von 5 Sternen

Comments (1)

Oh, die Rezension ist aber schön! Vielen herzlichen Dank dafür, wir freuen uns sehr, dass Ihnen unser Buch gefallen hat und danken für Ihr Lesen und Bewerten!

Runa Winacht & Maria G. Noel

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