Lost in Austen – Emma CAMPBELL WEBSTER

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 04-06-2013


“It is a truth universally acknowledged

that a young Austen heroine

must be in want of a husband,

and you are no exception.”
Your name: Elizabeth Bennet. Your mission: to marry both prudently and for love, avoiding family scandal. Equipped with only your sharp wit, natural good sense, and tolerable beauty, you must navigate your way through a variety of decisions that will determine your own romantic (and financial) fate. Ever wonder what would happen if Elizabeth accepted Mr. Darcy’s proposal the first time around? Or ran from his arms into those of Persuasion’s Captain Wentworth? Now is your chance to find out.

Lost in Austen

Create your own Jane Austen Adventure
… begins in Pride and Prejudice, but your decisions along the way will lead you into the plot of Austen’s other works, and even newly imagined territory.
Lost in Austen is a labyrinth of love and lies, scandals and scoundrels, misfortunes and marriages that will delight and challenge any Austen lover. Will Elizabeth succeed in her mission? It’s all up to you.
(Quelle: Klappentext)
  
Als ich das Buch letztes Jahr gekauft habe, wollte ich es unbedingt sofort lesen. Nun hat es doch noch so lang gedauert. Eigentlich wollte ich ja alle anderen Austen-Bücher lesen, immerhin habe ich noch drei (vier, aber ein Werk in zwei Ausgaben/Sprachen) Bücher im Schrank stehen: Emma, Mansfield Park, Sense and Sensibility und Sinn und Sinnlichkeit. Aber dann kam immer etwas dazwischen, entweder waren es Rezensionsexemplare, die selbstverständlich immer bevorzugt behandelt und zwischen geschoben werden, oder eine Reihe, die ich lese und anschließend verleihe. Oder auch die akute Unlust ein so anspruchsvolles Buch zu lesen.
Ausreden hin und her, ich habe das Buch jetzt gelesen und muss sagen: man versteht es auch so.
Das Buch beginnt mit einer kurzen Erklärung, wer man (also Elizabeth) denn überhaupt ist, aus welcher Gesellschaftsschicht man stammt und was denn überhaupt los ist. „Hier stehst du und hier willst du hin. Sieh zu.“
Was mir noch nicht so ganz schlüssig ist und eigentlich auch irgendwie ein bisschen sinnfrei war, sind diese Punkte, die man zählen muss. Es gibt Punkte für Intelligenz, Selbstbewusstsein und Glück. Außerdem hat man Listen seiner Fähigkeiten/Errungenschaften, seiner Fehler und seiner Beziehungen, diese sind unterteilt in „bessere“ und „schlechtere“. In regelmäßigen Abständen passieren dann Ereignisse, bei denen man in diesen Kategorien Punkte abziehen oder addieren kann, man „lernt“ Fähigkeiten und die Fehler kommen ans Licht. Wozu man das aber schlussendlich braucht, ist mir nicht ganz klar. In meinem „Leselauf“ gab es lediglich zwei Stellen, an denen etwas stand wie „Wenn du 400 Intelligenzpunkte oder mehr hast, gehe zu Seite XXX und wenn du weniger als 400 hast, gehe zu Seite XXY“. Ich habe es natürlich fleißig gemacht, aber sollte ich das Buch noch mal lesen, würde ich darauf sicher verzichten.
Vorderseite
Rückseite

 
Ich muss auch zugeben, dass ich vom Anfang bis zum Ziel insgesamt vier Mal versagt habe. Game Over. Diese alternativen Enden waren aber immer sehr lustig und ich habe mehr als einmal herzlich gelacht. Der Reiz des Buches liegt sicherlich darin, vom bekannten Weg abzuweichen. An jeder selbst zu treffenden Entscheidung habe ich gründlich überlegt, wie es im Buch war, bzw. in einer der vielen Verfilmungen. Und auch, wenn ich häufig den altbewährten Weg genommen habe, habe ich trotzdem den ersten Antrag von Mr. Darcy angenommen. Was dabei passiert ist? Tja, ich verrate nichts.
Game Over #1, Seite 29
Zwischen den einzelnen Absätzen kamen immer wieder kurze Passagen der „Erzählerin“, die einem noch mal bestätigt hat, wie blöd es grad gelaufen ist, auch wenn man selbst nichts entscheiden konnte und eben angesagt hat, welche Punkte man wo ergänzen oder wegstreichen musste.
Here we go again. Seite 248
Ich habe übrigens am Ende 7 positive Eigenschaften gehabt, dafür aber 23 Fehler.
Das Buch hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, allerdings macht es, glaube ich, nur dann Spaß, wenn man das Original kennt. Und man versteht es auch, wenn man die anderen Werke von Frau Austen nicht kennt. Am Ende stehen ganz viele Anmerkungen, wenn z.B. Lizzie in einer Abweichung jemanden trifft, der aus einem anderen Buch stand oder wenn Lizzie irgendwo ist, wo Frau Austen nachweislich selbst einmal war. Diese Stellen sind im Buch optisch gekennzeichnet und am Ende nach Seitenzahlen erklärt. Aber ich habe nur selten nachgeschlagen. Ging auch so.
Ich ziehe einen Punkt ab, den Grund dafür möchte ich nicht öffentlich schreiben, weil ich ja nicht spoilern möchte. Wer es wissen will, möge sich bei mir melden.
4 von 5 Sternen

Comments (4)

Hallo Christina,

nun mein Englisch ist grottenschlecht, deshalb wäre das ohnehin nicht für mich gewesen.

Aber ich finde es, toll Du das gemeistert hast so.
Ist so eine Art von Geschichte wo man selber bestimmen kann wie es weitergeht. Liege ich da richtig mit meiner Vermutung?

LG..Karin…

Hallo Karin,

mit der Vermutung liegst du absolut richtig. Ich finde diese Art von Büchern faszinierend. Mein Bruder hatte eines, als wir noch Kinder waren. Die Schatzinsel? Die Pirateninsel? Irgendwie so hieß es.

So schwer war das Englisch gar nicht, aber vielleicht bin ich auch nicht unbedingt das Maß aller Dinge. Ich habe übrigens in der sechsten Klasse mit Harry Potter auf Englisch angefangen und lese gerade Harry Potter auf Niederländisch 🙂

Christina

Hallo Christina,

sehr schön, denn auch in unserer Familie haben wir einige davon auf Lager. Da ist Lesespass garantiert, weil es immer anderster enden kann.

Ich glaube, da bist Du schon etwas außergewöhnlich, denn eine Bloggerin, die gerne auf niederländisch liest ist mir jetzt auch noch nicht untergekommen..alle Achtung vor Dir!

LG..Karin…

„Gern“ auf Niederländisch kann man das auch nicht nennen 🙂
Es ist mein erstes Buch auf Niederländisch und ob weitere folgen, kann ich auch noch nicht sagen.

Ich hatte erst eine Unterrichtsstunde. 🙂

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