Traummann zum Frühstück (Traummann #2) – Merelie WEIT

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 08-07-2014

20140708_164755Liebe will riskiert werden!bild_neu_klein20140708_164755

Eigentlich sehnt sich Helena nach dem Mann fürs Leben. Aber aus Angst, sich falsch zu entscheiden, bleibt sie lieber allein. Dann mischen sich ihre besten Freundinnen ein, und plötzlich steht ihr Leben Kopf. So viele Verabredungen hatte sie noch nie! Doch wer ist jetzt der richtige Mr. Right? Und kommt die Liebe nicht eigentlich immer dann, wenn man nicht mit ihr rechnet?

Ein zauberhaftes modernes Märchen über die Suche nach dem Traummann.

(Quelle: Klappentext)

Obwohl dies der zweite Teil einer Reihe ist, kann man ihn bedenkenlos lesen. Ich selbst kenne den ersten Teil nicht und habe mich auch vorab vergewissert, inwiefern die Reihenfolge wichtig ist. Aber es sind wohl ganz neue Figuren, eine neue Idee, einzig der Traummann im Titel ist Bindeglied. Das allerdings finde ich sehr schön. Gibt es ja häufiger.

Ich habe schon die ersten beide Teile der Zauber der Elemente-Reihe von dieser Autorin, veröffentlicht unter Daphne Unruh, gelesen und war (bin es noch immer) vollauf begeistert. Hierzu erscheint übrigens in Kürze der dritte Teil.

Ich muss zugeben, dass jetzt, da ich das Buch gelesen habe, der Klappentext etwas irritierend ist.

Die Geschichte beginnt mit Helenas fünfunddreißigstem Geburtstag. Ihre Freundinnen Cara, Lucy und Melanie kommen natürlich abends vorbei, es will gefeiert und getanzt werden. Für die „Vorher-zuhause-Party“ kauft Helena nachmittags ein, wobei sich der erste Konflikt bemerkbar macht. Grüne oder schwarze Oliven? Gefüllt oder nicht gefüllt? Wer soll sich da nur entscheiden? Das denkt auch Helena und kauft kurzerhand von allem etwas. Ganz zur Freude des Verkäufers wohlgemerkt. Zuhause angekommen treffen wir auf zwei Kaffeemaschinen. Dasselbe Modell, unterschiedliche Farben. Madame konnte sich mal wieder nicht entscheiden. Was niemand weiß: Es steht noch eine dritte Maschine in einer weiteren Farbe in der Abstellkammer.

Identisches Problem dann bei der Kleiderwahl. Helena probiert sich quer durch den Kleiderschrank und wieder zurück. Solange, bis es an der Tür klingelt und sie gezwungenermaßen das anbehält, was sie gerade trägt.

Ihre Freundinnen ziehen sie mit der Entscheidungsfindungsunfähigkeit ziemlich auf, denn Helena kann sich auch bei Männern nie entscheiden. Ist er gut, oder ist er es nicht. Eigentlich hätte sie schon gern jemanden an ihrer Seite, aber was, wenn es der Falsche ist und man deswegen den Richtigen verpasst? Als dann jede ihrer Freundinnen mit einer Überraschung um die Ecke kommt, ist Helenas gute Laune auf einen Schlag in den Keller gesackt. Die eine wird heiraten, die andere ist schwanger und die dritte hat ihren Mr. Perfect gefunden. Und Helena? Helena ist der Quotensingle.

Mit ein wenig Alkohol intus ist ja jeder von uns ein halber Dr. Freud und so wird Helenas Problem auch schnell gefunden. Sie interessiert sich nur für Schönlinge. Schön, erfolgreich und wenn möglich gut situiert. Das ist ihr Beuteschema. Also beschließen Cara, Lucy und Melanie, dass Helena nun nur noch Männer trifft, die ihr nicht direkt auf den ersten Blick auffallen. Helena wird mehr oder weniger dazu gezwungen, aber jeder von uns kennt Gruppenzwang, oder?

Helena trifft nun mehrere Männer, die sie von sich aus wohl nie getroffen hätte. Grundsätzlich laufen alle Dates wider Erwarten gut, bis, ja bis Helena Erscheinungen hat. Denn bei jeder Verabredung trifft sie auf ein Zukünftiges Ich, das ihr zeigt, wie ihr Leben wird, wenn sie mit gerade diesem Mann zusammen bleibt. Dass da nicht alles toll wird, kann man sich wohl denken. Und hier geht der eigentliche  Spaß dann los. Ich glaube, jeder hätte schon mal gern sein Zukunfts-Ich getroffen, um schwierige Entscheidungen treffen zu können. Doch Wünschen und Bekommen sind zwei verschiedene Seiten. Vor allem, wenn es nicht so ist, wie man es sich erhofft.

Das Buch ist mit 237 Seiten nicht übermäßig dick, ich habe es in drei Mittagspausen plus einen Abend gelesen. Die Sprache ist angemessen, locker, fluffig und leicht.

Die Personen sind insgesamt sehr schön ausgearbeitet, wobei mir die Nachbarin, Frau Rosenfeld, mit Abstand am Besten gefiel. Zu Beginn des Buches war sie in Helenas Augen eine verbitterte, alte Frau, die ständig an ihr rummeckerte, doch dann lernen sie sich besser kennen. Man lernt eine ganze Menge von dieser Frau Rosenfeld, die in ihrem Leben schon so einiges erlebt hat.

Insgesamt hätte ich vielleicht noch ein oder zwei Treffen mit den Zukunfts-Ich mehr sehen wollen, denn rückwirkend betrachtet kommt mir das Buch sehr kurz vor.

Trotz alledem war es eine sehr schöne Geschichte, die die Leute ein wenig aufs Korn nimmt, die krampfhaft nach einer Beziehung suchen.

bewertung-4

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