Flederzeit (2): Riss in der Gegenwart – Runa WINACHT & Maria G. NOEL

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 09-07-2013


Quelle: Handykamera
Matthias erscheinen seine Erlebnisse in der Vergangenheit inzwischen nur noch wie ein schöner Traum, Ausgeburt seiner überschäumenden Phantasie. Er hat sich mit seinem realen Leben arrangiert und findet, es könnte so bleiben. Wenn da nicht der Verlag wäre, der sein Manuskript angenommen hat und als Buch herausbringen will. Bedingung jedoch: Teil Zwei muss folgen. Und das möglichst schnell.
Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer: Was Matthias auch probiert, er ist total blockiert. Irgendwann

gibt er seinen Widerstand auf und geht in die Hütte zurück, um dort in Schreibfluss zu kommen. Doch statt Inspiration findet er auf dem Berg den mittelalterlichen Kittel, die Hose – und seine Digitalkamera.

Das bringt die Wende, denn gegen die Fotos von Mila und Ilya helfen keine vernünftigen Argumente mehr: Was er aufgeschrieben hat, hat er zuvor erlebt.
Jetzt nur noch versessen darauf, die beiden wiederzusehen, geht Matthias in die Höhle, auf der Suche nach den bissigen Fledermäusen.
Was er aber vorfindet, als er tatsächlich einen Weg in die Vergangenheit findet, verschlägt ihm den Atem …
(Quelle: Klappentext)
Ich möchte eines vorweg sagen: Da dies der zweite Teil einer Trilogie ist, kann ich Spoiler aus Band 1 nicht vermeiden! Wer also den ersten Teil noch nicht gelesen hat, möge bitte aufhören zu lesen.

Inhaltlich ist dieses Buch anders aufgebaut als der erste Teil. Waren wir da immer in derselben Zeit wie Matthias, wenn auch mit anderen Personen, wechseln wir hier. Gerade zu Beginn, als Matthias in seiner Zeit, also 2012, ist und Mila und Konsorten in ihrer Zeit, 1290 bis 1293, wechseln wir zwischen den Zeiten, wie andere ihre Unterwäsche. Naja, also fast. Glücklicherweise wird uns hier bei jedem Zeitenwechsel mitgeteilt, in welcher Zeit wir uns nun befinden, ansonsten wäre es sicherlich etwas durcheinander. Das dachten scheinbar auch die Testleser, wie mir der aufmerksame Blick in die Danksagung zeigt.
Gewonnen haben mich die beiden Autorinnen aber schon mit ihrem Vorwort. Es geht um die Sprache, die um 1290 gesprochen wurde und dass diese so anders von unserer heutigen Sprache sei.
Dass Matthias keine Probleme damit hat, hat er seinem ungeheuren Sprachtalent zu verdanken 🙂
Spaß beiseite, diesen Umstand haben wir schlicht ignoriert. (Seite 5)
Da musste ich schon das erste Mal lachen. Und es erinnerte mich an meine fremdsprachenlose Grundschulzeit, während derer ich einen „Zauberteddy“ hatte. Tagsüber normaler Kuschelteddy, nachts aber brachte er mich durch Raum und Zeit zu diversen Schauspielern und Sängern in der ganzen Welt und ich konnte die entsprechende Sprache derer dank Teddys Hilfe sprechen und verstehen, als wäre es Deutsch.  Bisschen peinlich im Nachhinein, aber ich durfte das. Blond gelockter Engel mit blauen Augen. Und einem ungeheuren Sprachtalent.
Ansonsten erschien mir dieses Buch in der Grundstimmung lockerer und lustiger als der erste Teil. Besonders interessant fand ich, dass dem Leser dieses Mal einiges an Hintergrundwissen, sowohl zu der Zeit generell als auch zu den Zeitreisen an sich geboten wurde. Außerdem habe ich mehr als einmal die Burg Ehrenbergge-wikipedia-t, dann natürlich auch Graf Meinhard und habe dort nach Johann gesucht. Und ich habe Vinzent den Schlächter ge-google-t. Aber ich sag’s euch gleich. Johann und Vinzent habe ich nicht gefunden.
Dankbar war ich auch, dass sich die Autorinnen dieses Mal mit der Kleinkindsprache merklich zusammen gerissen haben, die mich ja beim letzten Mal doch ein wenig störte. 🙂
Wir haben viele lieb gewonnene oder auch verhasste Personen aus dem ersten Teil wieder getroffen und einige weitere kennen gelernt. Und dann dieser Moment gegen Ende, als ich total entsetzt war. Aber was das war, verrate ich natürlich nicht. Das wird noch was geben…
Kurz und gut: ich habe das Buch geliebt und kann es gar nicht erwarten, bis der (leider) letzte Teil erscheint.
5 von 5 Sternen

Comments (5)

Liebe Christina
So eine tolle Überraschung, vielen herzlichen Dank für diese schöne, ehrliche und persönliche Rezension!
Runa und ich sind sehr stolz auf die 5 Sterne von dir!

Ganz liebe Grüße

Maria

Ihr dürft auch stolz sein! Und wenn ich nur einen neuen Leser für euch gewonnen habe, dann bin ich auch stolz 😉

Christina

Oh, hallo die Autorin persönlich! wie cool.

LG..Karin…

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