Vanoras Fluch: The Curse (1) – Emily BOLD

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 25-09-2013


Ein Jahrhunderte alter Fluch, ein geheimnisvolles Amulett und eine junge Liebe, die eine längst erloschene Blutfehde neu entfacht …

Die Außenseiterin Samantha findet im Nachlass ihrer Großmutter ein altes Amulett. Wenig später führt ein Schüleraustausch die Siebzehnjährige nach Schottland. Kaum bei ihrer Gastfamilie angekommen, wird sie bereits von den Sagen und Mythen des Landes in den Bann gezogen. Als sie dann auch noch den attraktiven Schotten Payton kennenlernt, gerät ihre Welt vollends aus der Bahn. Der mysteriöse Highlander erobert Sams Herz im Sturm. Im Strudel der Gefühle bemerkt sie nicht, in welcher Gefahr sie schwebt, denn was sie nicht ahnt: Paytons Vergangenheit birgt ein dunkles Geheimnis. Ein Geheimnis, das die Schicksale ihrer beider Familien seit Jahrhunderten untrennbar miteinander verbindet und welches nun auch Sam in Lebensgefahr bringt.
(Quelle: Klappentext)


Dadurch, dass ich sowohl mit Emily auf Facebook befreundet bin als auch ihrer Autorenseitefolge, habe ich schon häufig ihre Bücher begutachtet. Und als sie dann vor einigen Wochen Blogger/innen suchte, die bei einer Wanderbuchtour zum ersten Teil ihrer „Curse“-Reihe mitmachen wollen, habe ich nicht lang gezögert. Nun bin ich die Dritte, die das Buch bekommt. In nur einer Woche bin ich durch die fast 400 Seiten geflogen und jetzt doch ein wenig traurig, dass es schon vorbei ist. Ich habe mir die Reihe übrigens direkt auf meine Wunschliste gepackt.

Wer mich kennt, weiß, dass ich London und die Briten liebe. Ich war zwar noch nie in Schottland, aber (entschuldigt, liebe Schotten) Schottland gehört zu Großbritannien und daher bin ich grundsätzlich pro Schottland. Emily Bold schafft es in diesem Buch wunderbar, die Gegend zu beschreiben, ohne langweilig zu werden. Mit Grauen denke ich an seitenlange Beschreibungen s einzelnen Blattes an jedem einzelnen Zweig an jedem Ast von jedem Baum im Wald von einem allseits bekannten Herrn Tolkien mit den Ringen. Durch den Bezug zu bekannten Kinofilmen (als Beispiel) bekommt der Leser hier immer wieder „Aha-Momente“. Ich persönlich liebe das. Wenn in Büchern Plätze oder Orte erwähnt werden, die ich kenne, oder ich Orte besuche, die ich aus Büchern kenne. Schottland als Urlaubsziel hat sich grad fest auf meiner To-See-Liste verankert.
Ich habe heute auf der Landkarte die verschiedenen Orte aus dem Buch rausgesucht und meine Arbeitskollegin, die schon diverse Male in Schottland war, hat viele dieser Orte selbst gesehen und ihre Erfahrungen geäußert. Das hat dem Buch so viel Tiefe und Realität (jaja, unsterbliche Highlander und so) gegeben. Aus diesem Grund würde ich Contemporary Fantasy jeder High Fantasy vorziehen.
Nun aber zur Geschichte an sich. Das Buch beginnt mit einem Prolog im Schottland des 18. Jahrhunderts. Der größte Teil der Geschichte spielt jedoch im heutigen Schottland, ein wenig im Bundesstaat Delaware in den Vereinigten Staaten. Zwischendurch gibt es Rückblenden, die aber durch die kursive Schriftart gut erkennbar sind und Verwechslungen und Irritationen somit ausgeschlossen werden. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, die Sprache ist einfach, die paar gälischen Wendungen werden entweder direkt danach übersetzt oder erschließen sich aus dem Zusammenhang. Und auch, wer er nicht versteht, muss nicht verzweifeln, am Ende des Buches gibt es Hilfe. Die Geschichte wird zum Teil aus Sams Sicht im Ich-Erzähler und zum Teil aus Sicht der einzelnen Brüder im allwissenden Erzähler erzählt. Ich habe diesen Wechsel nicht einmal als schwierig empfunden, obwohl ich sonst auf solche Spielereien sehr empfindlich reagiere.
Die Liebesgeschichte zwischen Sam und Payton ist mit Vanoras Fluch unauslöschlich verbunden, was ihr hier einen wirklichen „Sinn“ gibt. Häufig ist es schön, dass sich der eine in den anderen verliebt, aber es würde die Rettung der Welt nicht verhindern. Hier hängt alles zusammen.
Bei der folgenden Stelle musste ich unwillkürlich laut auflachen. Ein kleiner Tippfehler mit großer Wirkung:
Ashley hatte sich inzwischen in den Rock hineingequetscht, doch leider bekam sie den Kopf nicht zu. (S. 242)
Aber auch Ashley ist nur ein Mensch und manchmal bekomme selbst ich den Hals nicht voll. Daher kann ich es kaum erwarten, den zweiten Teil in die Finger zu bekommen.
Ich bin restlos begeistert.
bewertung-5

Comments (1)

Hallo Christina,

wie viel Teile gibt es denn dazu? Scheint ganz interessant rüber zu kommen nach Deinem Beurteilung.

LG..Karin..

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