Lucy Sullivan wird heiraten – Marian KEYES

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 18-04-2012


Es gibt nichts Langweiligeres, als jeden Tag in sein Büro zu gehen und dort die Zeit totzuschlagen, sich abends über lästige Mitbewohnerinnen zu ärgern und auf den richtigen Mann zu warten. Das finden jedenfalls Megan, Meredia, Helen und Lucy aus London. Deshalb beschließen sie kurzerhand, sich von einer Wahrsagerin in die Zukunft blicken zu lassen – eine rosige, versteht sich. Doch was als Spaß beginnt, wird plötzlich ernst, als die Voraussagen nach und nach tatsächlich eintreffen. Nur Lucy kann nicht daran glauben, daß sie dem Mann ihres Lebens das Jawort geben wird. Um so beeindruckter ist sie, als ihr Gus begegnet, ein arbeitsloser Musiker, der zwar an chronischem Geldmangel leidet und dem Alkohol mehr als zugetan ist, in den sich Lucy dennoch Hals über Kopf verliebt. Aber dann stellt sie fest, daß Gus sich von „seinem geliebten Guinness Girl“ zwar lieb und gern aushalten läßt, ansonsten aber eher durch Unzuverlässigkeit und Bindungsunfähigkeit „glänzt“.



Wie findet man ein Buch, bei dem nach etwa 40 Seiten schon das Ende weiß? Ich fand es schleppend, ich habe für dieses Buch auch wirklich lang gebraucht. Dieses ist mein zweites Buch von Keyes, als ich das erste gelesen habe, war ich noch lange nicht volljährig. Entweder ist dieses wirklich so viel schlechter, oder ich und meine Lebenserfahrung haben sich verändert.
Mit 670 Seiten ist das Buch nicht gerade dünn, aber ich dachte, dass man ja auch viel unterbringen kann auf diesen 670 Seiten.
Die Wahrsagerin beschert Lucy, dass sie innerhalb von 6 Monaten heiraten wird. Und das, obwohl sie Single ist. Die Wahrsagerin sagt auch, dass Lucy den Mann ihrer Träume am Anfang nicht für diesen hält.
Nachdem die Vorhersagen der Arbeitskolleginnen sich dann erfüllt haben, sucht auch Lucy das große Glück. Sie lernt besagten Gus kennen und denkt sofort „der könnte es sein“. Naja, ich dachte da „nee, dann issers ja nicht. Du siehst im Richtigen ja nicht den Richtigen…“ aber wie so oft hören die Charaktere in den Büchern nicht auf meine guten Ratschläge.
Nun finanziert sie des Typen Saufgelage, fährt ihn mit dem Taxi durch ganz London und fragt sogar noch, ob er noch mehr braucht. Während des Lesens kam mir öfters „Du dummes Huhn, vergiss ihn“ in den Kopf. Eigentlich habe ich mich nur durch das Buch gequält, weil ich nicht gern abbreche – naja, und weil ich wissen wollte, ob ich mit meiner Vermutung vom Anfang des Buches recht hatte… Und zugegeben, es gab wirklich 4 lustige Stellen, die das zitieren wert sind.

2 von 5 Sternen

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