Christina testet: Morphy Richards 3.5 l Sear and Stew Slow Cooker

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Posted by Christina | Posted in Allgemein, Produkttest | Posted on 04-01-2018

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, es ist überhaupt noch jemand hier?

(Kurzer Disclaimer: Ich habe das Gerät mit meinem schwer verdienten Geld gekauft, es ist kein kostenloses Testexemplar und ich verwende keine Affiliate-Links)

 

Seit knapp über 13 Monaten lebe ich jetzt in Großbritannien. Ich gebe zu, ich koche selbst, also Deutsch. Jeder kennt dieses Vorurteil, dass die Briten nicht für ihre gute Küche bekannt sind. Aber auch hier gibt es ein paar tolle Sachen …

Die Engländer lieben ihre Slow Cooker. Ich habe vorher noch NIE von diesem Gerät gehört, in einer meiner Facebook-Gruppen kommt aber jede Woche ein neuer Beitrag bezüglich Rezepten und Tipps und ich wurde neugierig.

Was ist ein Slow Cooker? Laut Wikipedia heißt der Slow Cooker auf Deutsch „Schongarer“.

Ich mag das Wort nicht, daher wird das Gerät in diesem Beitrag weiterhin Slow Cooker heißen. Die Briten nennen ihn auch liebevoll SC (sprich: Es-sy)

Schongarer, auch „Slow Cooker“ (aus dem Englischen, wörtlich „Langsamgarer“), „Crock-Pot“ oder „Crocky“ (Markenname eines in den Vereinigten Staaten und Kanada verbreiteten Produktes), bezeichnet einen elektrischen Kochtopf zur langsamen Erhitzung zwischen drei und zwölf Stunden von Lebensmitteln bei Temperaturen unter dem Siedepunkt.

(Quelle: Slow Cooker)

Kurz gesagt ist es ein Gerät, das bei Temperaturen um 85 Grad (Celsius) langsam kocht. Das Gerät wird über die Steckdose betrieben und braucht nicht viel Strom. Durch das lange und vorsichtige Garen wird selbst zähes Fleisch butterweich und zart. Daher eignen sich gerade die eher unbeliebten (und dadurch günstigen) Fleischstücke für die Zubereitung im Slow Cooker. Das spart dann viel Geld (Strom und Fleisch). Familien nutzen den Cooker gern, um morgens ihr Essen anzustellen und dann ist es fertig, wenn sie von der Arbeit und/oder Schule nach Hause kommen.

Was kann ein Slow Cooker? Eintöpfe, Suppen, Braten, Aufläufe, Pizza, Kuchen, Milchreis, quasi A-L-L-E-S! Ein Allrounder, der einfach nur unglaublich lange braucht.

Slow Cooker gibt es in verschiedenen Größen (gängig sind sie zwischen 1,5 l und 6,5 l Fassungsvermögen) und Ausstattungen. Einige haben einen Drehknopf für die Bedienung, andere ein Touch-Display und einen Timer (hier kann man die Kochdauer einstellen und nach Ablauf wechselt das Gerät eigenständig in den Warmhaltemodus). Die Preise beginnen bei etwa 17 Pfund (ca. 19 Euro).

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich für den Morphy Richards Red Sear and Stew Slow Cooker 3.5 L (Modell 48702) entschieden, da ich bei diesem Modell den innenliegenden Topf auf den Herd stellen kann, um mein Fleisch anzubraten. Bei anderen Modellen muss man dafür eine Pfanne nutzen.

Der Topf mit dem innenliegenden Topf und dem Glasdeckel

Der Drehknopf mit den Einstellungen

Ich habe 24,99 Pfund (ca. 28 Euro) bezahlt und konnte ihn im Laden direkt abholen. Ich habe ihn gestern gekauft und heute kostet er schon 29,99 Pfund. Alles richtig gemacht, würde ich mal sagen. Bedauerlicherweise habe ich ein Modell ohne beiliegende Gebrauchsanleitung erhalten, konnte diese aber problemlos von der Internetseite runterladen. Nicht optimal, aber machbar. Am Ende der Anleitung finden sich einige Rezepte für den Slow Cooker.

Zum Testen werde ich zwei Gerichte kochen, ein Hauptgericht und ein Dessert. Ich habe mich dabei für Chicken Teriyaki als Hauptgericht und Brownie Cake als Dessert entschieden.

Ich habe mit dem Hauptgericht begonnen. Da im Rezept nicht stand, wie viel von der Soße man nehmen soll, habe ich das ganze Glas genommen. Es war dann sehr flüssig, also habe ich den Reis nicht auf dem Herd gekocht, sondern in den Cooker gegeben. Ich habe dann die Kochzeit verlängert. Im Endeffekt hat es jetzt 5,5 Stunden gekocht (statt 4 laut Rezept) und der Reis davon 2,5 Stunden. Er ist noch immer hart. Ich hatte jetzt aber ziemlich Hunger und habe es trotzdem gegessen.

Zwischenergebnis: Das Fleisch war super saftig und sehr lecker. Ich ziehe wegen des Reises keine Punkte ab, da dies sicher mein Fehler war. Die Soße war auch sehr lecker. Es gibt nur keinerlei Ähnlichkeit mit dem Bild von der Rezeptseite.

Die Reinigung ging sehr einfach. Ich habe den Inhalt des Topfes in eine Tupperdose gekippt und habe 99,5 % des Inhalts ohne Löffel, nur durch Gießen aus dem Topf bekommen. Super. Beim Ausspülen habe ich dann gemerkt, dass ein wenig Soße am Topfrand klebte, aber das ging ganz leicht weg. Da der innere Topf beschichtet ist, solltet ihr natürlich nur mit der weichen Seite des Schwammes putzen, keine aggressiven Reiniger verwenden und auch keine Edelstahl-Geräte nutzen, wie Schneebesen, Pfannenwender oder Besteck, da es die Beschichtung angreift. Aber mit 3 Minuten einweichen hat der normale Lappen gereicht.

Okay, weiter mit dem Nachtisch. Gooey Chocolate Cake. Der Teig schmeckt immerhin schon mal 1a. Ich habe etwas weniger Zucker genommen als im Rezept stand, ich hatte nicht mehr genug. (Vorbereitet bis zum Geht-Nicht-Mehr hüstel)

Quelle: https://goo.gl/ghsL8d

Der Kuchen sieht aus wie ein schwarzer Klecks. Es riecht leicht verbrannt und schmeckt leicht verbrannt. Schmeckt nicht schlecht, aber müsste ich jetzt nicht noch mal machen. Das liegt aber wohl eher am Rezept. Der Slow Cooker hat getan, was er verspricht: gekocht.

Fazit: Der Slow Cooker ist praktisch. Essen rein, anstellen, Timer stellen (Hey Siri/Alexa/Galaxy, stelle den Timer auf x Stunden) und Fernsehen gucken/nähen/stricken/lesen. Ich persönlich würde nicht weit rausgehen, wenn das Gerät an ist. Stellt euch vor, ihr werdet auf der Arbeit aufgehalten und es kocht fleißig vor sich hin. Aber für freie Tage ist es ein feines Ding und ich werde es weiterhin nutzen. Mal schauen, was der Dauertest so ergibt.

Ich ziehe einen Punkt für die fehlende Gebrauchsanleitung ab. Bleiben noch …


Schaut mal mein tolles Weihnachtsgeschenk an. Ein Hufflepfuff-Thermobecher *oh my gaaaaaaawd* (Steffi, ich liebe dich für immer und ewig!!!!)

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