Leseflaute und andere tolle Sachen

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 25-10-2012

Seit neun (N-E-U-N!) Tagen habe ich nichts mehr gepostet. Dabei lese ich eigentlich ganz fleißig, aber mein Buch ist so lang. Ich lese und lese und lese und schaffe am Tag gerade mal 1-2%. Die Taschenbuchausgabe hat aber auch nur 480 Seiten.

Und da Simone sich heute beschwert hat, gibt es also diesen Leseflautenpost.

Dann will ich noch auf diese tolle Tolligkeit hinweisen. Es gibt dieses tolle eBook vom 26.10. – 31.10.2012 umsonst auf amazon: Peter und der Wolf. Ich werde es mir auf jeden Fall holen, die Beschreibung klingt toll.

 Ansonsten (mein Gott, so viele Infos) habe ich mich diese Woche beim NaNoWriMo angemeldet. Ich weiß, dass ich die 50.000 Wörter niemals voll kriege, aber das macht ja auch gar nichts, oder? Meine Geschichte ist aber noch geheim. Ideenklau und so ^^ Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Ja, das wars dann auch schon wieder von mir. Weitermachen!

Himmelstiefe: Zauber der Elemente 1 – Daphne UNRUH

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 14-10-2012

Kühle Morgenluft und ein rosa verfärbter Himmel über Berlin. Als Kira (17) an diesem Morgen aufsteht, um den ersten Tag des letzten Schuljahres anzugehen und ausrechnet, dass sie jetzt nur noch 250 Schultage von der Freiheit trennen, endlich achtzehn zu sein und bei ihren Eltern auszuziehen, ahnt sie nicht, wie sehr ihre gewohnte Welt bald Kopf stehen wird.

Zuerst trifft sie die Liebe zu dem neuen Schüler Tim wie ein Blitzschlag. Gleichzeitig überfallen sie fiebrig-aggressive Schübe und seltsame Wahrnehmungsstörungen. Was ist nur los? Will sie ihre Verknalltheit in Tim den Mädchenschwarm nicht wahrhaben, oder dreht sie durch? Nichts dergleichen trifft zu. Die Symptome sind erste Anzeichen dafür, dass Kira besondere Fähigkeiten für eins der Elemente Erde, Feuer, Wasser, Luft und Äther ausbildet. Seltsame Schatten beginnen sie zu verfolgen. Im letzten Moment gelingt ihr die Flucht aus einer psychiatrischen Anstalt, in die ihre Eltern sie gesteckt haben, und sie findet mit Hilfe ihrer Chatfreundin Atropa den Weg in die magische Welt an die Akademie der Elemente, wo sie Leute ihresgleichen trifft, die in ihrem jeweiligen Element ausgebildet werden. Doch Kira fühlt sich zwischen den Welten. Sie will zurück zu Tim, aber das ist unmöglich, bevor sie nicht gelernt hat, mit ihren erwachenden Kräften umzugehen. Gleichzeitig ist da Leo, Element Feuer, zu dem sie sich „magisch“ hingezogen fühlt.

Atropa, Kiras Eltern, ihr Mentor Jerome, ihre Engelfreundin Neve oder der seltsame Pio – alle hüten sie Geheimnisse, die Kiras bisherige Identität völlig aus den Angeln heben. Doch nicht nur das: Kira ist auch an der Akademie der Elemente außergewöhnlich. Nach und nach entdeckt sie, dass sie nicht nur besondere Fähigkeiten besitzt, um ein Element zu beherrschen, sondern Talente in mehreren Elementen entwickelt. Das bedeutet sehr große Macht. Ein Geheimbund, der nicht nur die magische Welt bedroht, sondern auch die reale Welt, will sie mit allen Mitteln auf seine Seite ziehen. Die dringendsten Fragen, die sich Kira immer wieder stellen, sind: Wem kann sie vertrauen? Wer gehört zu ihren wahren Freunden? Was ist ihre Bestimmung? Und wen liebt sie wirklich, Leo oder Tim?

(Quelle: amazon.de)


Dieses wird die spoilerfreie Version der Rezension, ihr könnt beruhigt weiterlesen!
Kira bekommt ihren ersten Fieberschub, als sie dem neuen Klassenkameraden gegenüber steht. Zuerst denkt sie, dass er Schuld sei. Aber dann fällt ihr auch auf, wie unsinnig diese Vermutung ist. Doch dann bekommt sie immer wieder Fieber, sie hat Fressattacken, in denen sie sogar rohe Steaks isst, obwohl sie doch sonst mehr oder weniger vegetarisch gelebt hat, sie schubst ihren Sportlehrer zwei Meter weit und so weiter. Da würde sich wohl jeder mulmig fühlen, vor allem, wenn dann immer wieder dunkle Schatten auf einen zukommen und einen bedrohen.
Andererseits chattet Kira seit drei Jahren mit Atropa, die sie noch nie „in echt“ gesehen hat. Sie erzählt Atropa alles aus ihrem Leben, bemerkt aber selbst auch, dass Atropa nichts von sich erzählt. Sie hat kein Foto von Atropa, weiß nicht, wie alt sie ist, aber sie ist immer online, wenn Kira sie braucht. Gerade in der heutigen Zeit sollten da schon alle Alarmglocken klingeln. Kira vertraut ihrer Freundin aber blind, sie ist ja auch erst 17 und ich kann’s irgendwo auch verstehen.
Dann kommt Kira also in die magische Welt und ist sofort ein Sonderfall. Denn sie kam durch den Wassereingang, ist aber vollkommen durchnässt. Eigentlich kommen dort alle trocken heraus. Die, die nass rauskommen, sind unmagische Menschen und dann auch tot. Nass UND tot. Kira wird vor den Rat geführt, der aus je einem Mitglied mit den einzelnen Elementen zusammengesetzt ist. Es gibt also fünf Ratsmitglieder. Man bekommt als Mentor das Ratsmitglied, welches dasselbe Element beherrscht. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass eines der Mitglieder nicht das ist, was er vorzugeben scheint, schon im ersten Drittel des Buches dachte ich andauernd „Nein, siehst du nicht, was XX tut?? XX muss böse sein und du vertraust XX einfach so. Du dumme Nuss!“ Aber nun denn…
Die Idee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, auch die Umsetzung ist meiner Meinung nach gut gelungen. Es gibt ein bisschen Liebe, leider auch hier wieder im Dreieck, zwischenzeitig sogar im Viereck, es gibt Action, Chaos und natürlich Magie.
Das Ende hat mir an sich gut gefallen, nur an einer Stelle war es einfach zu viel des Guten und wirkte dadurch etwas unglaubwürdig. Was das ist, werde ich in der gespoilerten Version noch lang und breit treten.
Ich gebe zu, ich achte bei selbst verlegten Büchern, egal ob eBook oder Printausgabe, verstärkt auf Tippfehler. Das ist gemein, aber so ist es einfach. Mir sind in diesem Buch leider recht viele Fehler aufgefallen. An etlichen Stellen fehlen die abschließenden Anführungsstriche am Ende der direkten Rede. Dafür gibt es Stellen, wo Anführungszeichen sind, wo aber gar keine hin gehören. Es gibt Sätze, in denen Wörter fehlen und einmal wurden sogar Namen verwechselt.
Die Geschichte wird in der Ich-Form aus Kiras Sicht erzählt. Dann läuft sie durch die Gegend und hört, wie jemand sie anspricht. Im Buch steht dann:
Zu spät registrierte ich, dass hinter mir Schritte waren. Dann hörte ich meinen Namen.
„Neve.“
Ein leises Beben ging durch meine Brust, Es war die Stimme von Leo. Ich drehte mich nicht um, ging instinktiv schneller. Ich konnte einen Zauber anwenden, mich als Windhauch verdünnisieren.
„Neve, bleib stehen. Ich muss mit dir reden.“
Aber es ist Kira und nicht Neve… Es hat den Lesefluss jetzt nicht sooooo sehr gestört, aber mir stößt so etwas negativ auf.
Ich finde das Cover sehr hübsch, die Blumen tauchen auch in der Geschichte öfter auf. Auch diese Unterwasserlandschaft passt gut zum Inhalt. Den Titel allerdings kann ich mir eher nicht erklären, aber das gibt keinen Punktabzug.
Doch im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte gut gefallen, ich kam schnell voran und konnte den eReader stellenweise gar nicht aus der Hand legen.
4 von 5 Sternen
Dies ist die gespoilerte Version, hier wird es nur so wimmeln von Spoilern!! Die spoilerfreie Version findet ihr hier
Kira ist ein Kind reicher Eltern, der Vater ein Wirtschaftsmagnat und die Mutter ein ehemaliges Model. Sie fühlt sich eher fremd in der Familie, wie ein Accessoire.
Dann bekommt sie diese Anfälle und zündet mal eben das Bett ihres Freundes an. Zack, da steht’s in Flammen. Und um das Feuer zu löschen, packt sie sich mal eben das 200l-Aquarium ihres Freundes und kippt es auf das Bett. Stark sein ist ja keine Schande.
 
Sie landet dann in der psychiatrischen Anstalt, genauer gesagt, in der geschlossenen Abteilung. Dort wird sie vorm Schlafengehen auf dem Bett festgeschnallt. Doch mitten in der Nacht wird sie von den mysteriösen Schatten entführt und landet dann in der magischen Welt.
 
Dort trifft sie zuerst auf Jerome, der im Rat das Element Erde verkörpert. Er gibt Kira zu verstehen, dass sie alle anderen Elemente verleugnen soll, damit er sie unterrichten kann. Da schreit in mir schon alles auf. Jerome ist mir unsympathisch. Er wirkt sehr nett, aber immer wieder bricht es aus ihm hervor und er wirkt richtig aggressiv und gefährlich.
 
Allerdings ist auch Neve nicht immer so durchsichtig und ich habe öfter an ihr gezweifelt. Und dann Atropa, die sich in der magischen Welt so gut auszukennen scheint, aber niemand dort kennt sie. Kann man ihr wirklich trauen? Auch bei ihr war ich mir immer unsicher.
 
Und dann dieser Leo. Ich weiß nicht, was er vorhat. Also, ich weiß es, ich hab’s Buch ja durch, aber es ist soooo typisch. Kira ist mit Tim zusammen und dann taucht Leo auf, macht ihr zwei Komplimente und sie ist hin und weg und verfällt ihm. Pubertierende Siebzehnjährige. Und dann auf einmal – hups – gehört er zu den Bösen und interessiert sich nur für sie, weil sie mächtig ist.
 
Aber das schlimmste war, dass Kira richtig Scheiße baut. Sie wütet durch Berlin, hinterlässt eine Schneise des Chaos, bei der jeder andere gelöscht werden würde, also Löschen der magischen Fähigkeiten und des Gedächtnisses. Aber nicht so unsere Protagonistin. Die sagt einmal „Entschuldigung, war dumm von mir“ und alles ist ihr verziehen. Und dann soll sie auch noch Mitglied im Rat werden! Sie ist jung, neu, nicht mal fertig ausgebildet, hat total Scheiße gebaut, aber wird erst mal fett belohnt und darf sich dem magischen Rat anschließen? Das war nun wirklich zu viel des Guten und einfach nicht mehr realistisch. Ich fand es noch ok, dass man ihr verziehen hat und sie ihre Ausbildung beenden darf. Sie hätte aber wirklich eine Strafe verdient. Aber stattdessen wird sie gleich zum Chef befördert. Gnaaaaaaaaah.
 
Ich hab ein paar Stellen, die ich mir beim Lesen markiert habe, u.a. die bereits oben erwähnte Szene mit dem falschen Namen.
 
Ansonsten hab ich mir noch diese Stelle vom Anfang rausgesucht, in der Kira ihren ersten Fieberanfall bekam:
 
Maus verliebt sich in Löwen, Mücke in Schmetterling, Fiat in Mercedes, lächerlich, verfehlt, peinlich. (Pos. 182)
 
Hier schreibt Kira eine Mail an Tim, in der sie ihm sagt, dass sie abgehauen ist und er sie nicht suchen soll. Ich frage mich allerdings, wie alt Tim denn ist, klingt, als wäre er 5 Jahre alt..
Tim,
Ich weiß nicht, was ich schreiben soll. Ich bin ganz weit weg, weißt du. In Indien .. (Pos.3062)
 
Dann führt die Köchin sie zu einem Nebengelass (Pos. 4483). Kann sie nicht einfach in einen Nebenraum gehen?
 
Und es gab eine Stelle, in der ich Kira einfach nur unverschämt fand. Sie sitzt mit ihren Mitstudenten am Esstisch und der eine Typ findet sie wohl nett. Jetzt sagt die doch allen ernstes:
Jetzt, wo ich so gut aussah, musste ich wohl aufpassen mit meiner Freundlichkeit. (Pos. 4823)
Hallo??? Geht’s? Kleine Bitch ey.
 
Bei dieser Stelle musste ich ehrlich lachen. Kira trocknet Tims nasse Klamotten mit ihrem Feuer-Elementen-Dings und Tim sagt:
„Ich glaube, es hat zwischen mir und jemand anders noch nie so geknistert wie bei uns“, witzelte Tim. (Pos. 6531)
 
Ich habe hier natürlich alles das aufgezählt, was mich gestört hat. Ich fand das Buch aber wirklich gut. Aber irgendwie musste ich das mit Kira und dem Rat loswerden. DAS war echt nicht mehr normal.

Gewonnen!!!

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 08-10-2012

Soviel zum RuB leer lesen. Kaum damit angefangen, kommen neue Bücher ins Regal.

Aber da kann ich gar nix für. Ich habe bei Hanna und Caros Geburtstagsgewinnspiel mitgemacht und gewonnen. Die beiden hatten ganz viele Gewinnpakete. Dann musste man nur noch eine Geschichte zum Thema „Herbst“ schreiben und mit etwas Glück konnte man dann sein Wunschpaket gewinnen. Ich habe mich für „Love and Bite“ auf Platz 1 entschieden und anscheinend wollte sonst niemand das Paket haben, denn ich (ICH!!!) habe gewonnen.

Und heute kam es an und es war sehr voll mit lauter tollen Sachen!

Hier ist wohl das „Love“ zu finden.
Das Hochzeitsorakel von Kim Gruenenfelder
Inhalt:
Nic will heiraten, und ihre Welt steht kopf. Auf dem Junggesellinnenabschied lässt sie es zusammen mit ihren Freundinnen noch mal so richtig krachen. Dabei überlässt sie nichts dem Zufall und manipuliert kurzerhand das Orakel, das ihr die Zukunft prophezeien soll. Keine gute Idee. Denn dummerweise lässt sich das Schicksal nicht so einfach austricksen …

Und hier gibt’s „Love“ und „Bite“ zusammen.
Vampire mögen’s heiß von Kerrelyn Sparks
Inhalt
Ein Vampirmörder geht um im Central Park. Das können sich New Yorks Untote nicht bieten lassen! Sie schicken ihren General Angus McKay auf Patrouille. Schon in der ersten Nacht spürt er eine attraktive junge Frau auf. Emma Wallace trägt mehrere Holzpfähle mit sich herum und benimmt sich sowieso ziemlich verdächtig. Ganz klar, sie ist die Täterin! Eigentlich müsste Angus sie auf der Stelle umbringen, doch auf rätselhafte Art fühlt er sich zu ihr hingezogen. Und ihr scheint es ja ähnlich zu gehen, oder wieso fesselt sie ihn nur wenig später mit silbernen Handschellen an ihr Bett?

Beide Bücher habe ich noch nicht gelesen, weswegen ich mich sehr darüber freue! Leider hilft mir das bei meinem RuB-Abbau gar nicht weiter, aber ich hab’s ja nicht anders gewollt 🙂

Hanna hat mir noch drei Leseproben beigepackt und zwar diese (die ich auch alle noch nicht kenne!)

Die dunkle Chronik der Vanderborgs, 3: Louisa – Mein Herz so schwer  von Bianka Minte-König
 Die 5 Leben der Daisy West 
von Cat Patrick

Düsteres Verlangen: Die wahre Geschichte des jungen Victor Frankenstein von Kenneth Oppel

 

 

Dazu gab es noch eine Grußkarte, in der Hanna mir viel Spaß beim Lesen wünscht

 

 

 

 

 

Was auch nie fehlen darf: Lesezeichen, Dekoartikel und Süßigkeiten!

 

 

 

 

 

 

 

Vielen vielen Dank an die Beiden! Ich habe mich sehr gefreut!!!

Alte Meckerziege

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 07-10-2012

Ich habe gestern abend beim Essen ein neues Buch begonnen: Küß mich, küß mich von Fiona Walker. Ich ordne das Buch dem Chick Lit-Genre zu, welches für mich aus den Mermalen „Schnulze, junge freche Frauen und Schreiben wie reden“ besteht. Ich erwarte hier keine hohe Sprachkunst, will nicht großartig nachdenken müssen, wer wie mit wem zusammenhängt und warum welche Figur sich wie verhält. Solche Bücher sind für mich Bücher zum Abtauchen, in denen man einfach mal ohne Probleme schmökern kann.

Ich bin noch nicht weit, aber ich habe zwischendrin mein Essen Essen sein lassen und habe ein Wort gegoogelt, weil ich die Bedeutung nicht kannte. Ich habe Abitur, zwar nur Deutsch-Grundkurs, aber ich habe Abitur. Ich bin kein Germanist, aber sicher auch nicht doof. Aber ich kannte dieses Wort nicht.

Ich zitiere:

Phoebe hielt ihren (Saskias – Anm. d. Bloggerin) konvulsivisch zuckenden Körper, bis sie aufhörte zu weinen. (S. 24)

Was ist ein konvulsivisch zuckender Körper? Ein Hoch auf das Internet! Duden kennt die Lösung! Hätte man dort nicht einfach „Phoebe hielt ihren heftig zuckenden Körper“ schreiben können? Das Buch hat jetzt schon einen negativen Beigeschmack und ich bin erst auf Seite 29…

Was haltet ihr von solchen Sprachwendungen? Mögt ihr solche „schwulstigen“ Aussagen oder mögt ihr es lieber umgangssprachlich verständlich?

V wie Viktor: V wie Vampir 1 – Anna SCHWARZ

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Posted by Christina | Posted in Allgemein | Posted on 03-10-2012

Glauben Sie an unsterbliche Wesen mit übersinnlichen Kräften?

An Vampire?

Anna auch nicht.

Sie führt ein ganz normales, recht zufriedenes Leben, auch wenn ihr Traummann darin bisher noch nicht aufgetaucht ist.
Bis sie auf den geheimnisvollen, unwiderstehlichen Viktor mit den veilchenblauen Augen trifft – der ihr ganzes Leben komplett auf den Kopf stellt.
Sie gerät in eine Welt, die ebenso fremd und erschreckend, wie verführerisch und faszinierend ist. Irgendwann muss sie sich entscheiden.

ACHTUNG!!! SPOILERGEFAHR!!! ACHTUNG!!!

Was sagt es über ein Buch aus, wenn ich das Wort „Ende“ lese und erfreut „Endlich!“ rufe? Nicht viel.

Das Buch fing leider Gottes mit lauter Vorurteilen an. Auf dem Cover sehen wir einen jungen Mann mit extremst ge-photoshop-ten blauen Augen. Ich vermute, dass es Viktor sein soll, unser männlicher Protagonist und Titelgeber. Leider finde ich diesen Mann überhaupt nicht attraktiv.

Dann verwirrte mich das Vorwort, in dem die Autorin schreibt, dass sie viele Vampirbücher gelesen hat und jeder Autor seine Vampire ja etwas individualisiert, sie aber keine extra superkalifragilistikexpialigetischen Fähigkeiten einführt und auch die Erklärung der Herkunft der Vampire als Aliens ablehnt. Aha, was auch immer sie uns damit sagen will?!

Dann geht also die Geschichte los und die Protagonistin heißt Anna, ebenso wie die Autorin.

Anna (die Protagonistin, nicht die Autorin!) lernt also unter zufälligen Zufällen Viktor kennen. Eigentlich tut sie so was nie, aber heute macht sie eine Ausnahme und fährt mit Viktor zu ihm nach Hause. Nee, klar. Ich tue so was nie. Aber was kostet die Welt?

Gerade erst im Penthouse (jawohl, reicher Vampir!) angekommen, muss Viktor gehen, aber Anna bleibt halt einfach nackig bei ihm. Tut das nicht jede Frau? Nackig auf den Fremden in seiner Wohnung warten, nachdem er sie da grad erst hingebracht hat? In der Stretchlimo mit Fahrer?

Doch dann taucht eine Frau im Appartement auf, augenscheinlich Viktors Frau. Just in diesem Moment kommt auch Viktor wieder und Anna erzählt ihm nur noch, was er für ein A**** ist, dass er seine Frau auch noch in der gemeinsamen Wohnung betrügt.

Am nächsten Tag ruft Viktor Anna an und es kommt, wie es kommen muss: sie gibt nach. Sie geht mit ihm essen (auf seinem Hausboot, welches er zusätzlich zum Penthouse hält) und er erzählt ihr mal eben, dass er ein Vampir ist. Dann trinkt sie einen Tropfen seines Blutes und kann auf einmal seine Gedanken lesen. So zeigt Viktor ihr, wie er zum Vampir wurde und was er seitdem gemacht hat und dass er sie liebt. Die beiden kennen sich zwar erst seit gestern, aber wir wollen ja nicht mit Liebe geizen. Dann landen die beiden erwartungsgemäß im Bett. Anna gibt natürlich auch sofort ihren Job auf, um sich ganz ihrer Liebe zu widmen.

Anna lernt auch Viktors Freund Andrew und dessen Freundin Lin kennen. Lin klingt ja nun entweder nach einer Abkürzung von Linda oder asiatisch. In diesem Fall ist es letzteres. Dafür, dass von fünf näher benannten Vampiren drei aus Russland kommen, einer aus Schottland und einer aus Frankreich, wird die asiatische Lin sehr rassistisch als „Mischling“ bezeichnet. Dieses Buch lebt von Menschen mit Migrationshintergrund, aber Lin ist ein Mischling?

Im Laufe des Gesprächs erfuhren wir, dass sie tatsächlich ein Mischling war, ihre Mutter kam aus Japan, ihr Vater aus Deutschland, aber sie war hier geboren und aufgewachsen. (Seite 62)

Das geht, ehrlich gesagt, gar nicht. Dann hat Anna Lin andauernd „Liebes“ genannt, was mich persönlich tierisch nerven würde, wenn mich jemand andauernd Liebes nennt. Mir kam Lin dadurch klein, jung, kindisch und naiv vor. So wie man sein vierjähriges Mädchen mit „Liebes“ anspricht. Und nennt eine Frau eine andere Frau Liebes, wenn sie sich erst einen Tag kennen?

Die Dreiecksgeschichte kommt hier dann auch noch vor. Andrew macht mit Lin Schluss, weil er sich offensichtlich in Anna verguckt hat. Dann werden Anna und Lin entführt und nach ihrer Rettung erzählt Anna ihrem „Liebes“, dass Viktor sie (Anna) liebt, genauso wie Andrew sie (Lin) liebt. Lin macht sich natürlich Hoffnungen, aber Andrew steht doch auf Anna. Wieso erzählt Anna dann so einen Quatsch? Dann kommt der Eklat, Anna flüchtet, Andrew findet sie. Eigentlich würde Anna gern mit Andrew, aber sie scheint dann doch noch etwas Anstand neben ihrem Flittchen-Gen zu haben und überlegt kurz. Dann wird sie „glücklicherweise“ von Viktor gerettet, der seinen Chauffeur schickt, um Anna abzuholen.

Angeblich können die Vampire die Gedanken der Menschen lesen und Annas Gedanken sind wohl sehr „laut“. Aber trotzdem merkt Viktor nicht, dass Anna auch auf Andrew steht. Sie ist aber doch genauso doof wie Andrew. Beide hintergehen Viktor, aber der ist nur auf Andrew sauer.

Dann ist die Geschichte auch schon zu Ende und es folgt ein Nachwort:

Ende? (jaaaaa, Ende!!)
Jetzt? (Zum Glück jetzt! Schade, dass es nicht schon 100 Seiten vorher kam!)
Mittendrin? (Scheißegal, Hauptsache vorbei!)
Es sind noch so viel Baustellen offen! (WTFC? außerdem heißt es wohl „es sind noch vielE Baustellen offen)
[…]

Angeblich weiß die Autorin noch nicht, wie die Geschichte ausgeht, dass hat ihr die Geschichte nämlich noch nicht verraten. Äh, nee ist klar.

Danach kommt noch ein Danke, aber das hab ich mir schon gar nicht mehr angesehen.

Das Buch ist breiter als ein Taschenbuch, ich habe hier mal ein „normales“ Taschenbuch auf das Buch gelegt, damit ihr einen Vergleich habt. Ich tausche Ben Bennetts „Das Lächeln des Himmels“. Wer Interesse hat…

Die Zeilen waren entsprechend länger, das Lesen fiel mir schwer. Mir sind verhältnismäßig viele Fehler aufgefallen, da fehlt öfter mal ein Wort im Satz. (Da fehlt öfter mal Wort im Satz)

Alles in allem bin ich sehr enttäuscht, einfach nur genervt von dem ständigen „Liebes“ und geschockt von dem Rassismus gegenüber Halb-Japanerinnen-Deutschen in einem Buch voller Russen, Schotten, Deutscher und Franzosen. Die Geschichte spielt übrigens in und um Berlin. Drei Personen sind Deutsche, es gibt einen „Mischling“ und der Großteil der Belegschaft sind Ausländer. Aber gegen Lin wird gehetzt?

Ich werde mir die Folgebände auf jeden Fall sparen und bin sehr froh, dieses Buch nur geliehen zu haben.

Sehr enttäuschende

2 von 5 Sternen